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April 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Der grausame Geburtstags-Grusel
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim unterliegt zum Saisonfinale TTC Mündersbach und TVB Nassau jeweils 5:9

Bild: Spielte beim 3:1-Satzerfolg über den Tschechen Michal Vavra reihenweise geniale Bälle: Stephan Kaiser vom TV Leiselheim.
Bitter. So schmeckt Raphael Graf das Tischtennis-Spiel der Oberliga Rheinhessen / Rheinland gegen den TTC Mündersbach nach. Der Mannschaftskapitän des TV Leiselheim sitzt einige Minuten wie ein Häufchen Elend ganz hinten in der Sporthalle am Leiselheimer Trappenberg auf einer Turnerbank. Sein Blick verliert sich im Leeren. Gerade hat der Maschinenbau-Student an seinem 22. Geburtstag ein wichtiges Tischtennis-Match im Abstiegsfinale gegen Tim Lindner, die Westerwälder Nummer eins, verloren. Vielleicht das Wichtigste in dieser verflixten Saison.
An die am Abend folgende rauschende Geburtstags-Party im Kreise der Tischtennis-Freunde aus seiner jungen Mannschaft verschwendet Raphael Graf jetzt keinen einzigen Gedanken. Der Mörstädter befindet sich in diesem Moment wahrlich nicht in Feierlaune. „Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen doch nur“, sagt er schließlich in einem Anflug von Selbstironie. Später dann – viel später – hat Raphael Graf sein sympathisches Lächeln wieder gefunden und philosophiert angesichts des niederschmetternden 5:9-Endergebnisses gegen die Westerwälder: „Wenn Wahrheit ernste Miene macht, schafft vielen sie nur Unbehagen, doch wenn sie munter scherzt und lacht, kann leichter man sie wohl ertragen.“
Rückblende: Eine halbe Stunde zuvor war die Welt am Leiselheimer Trappenberg rosarot. 4:1 führten „die Gelben“ nach einer Galavorstellung der Doppel und des vorderen Leiselheimer Paarkreuzes mit Raphael Graf und Stephan Kaiser. Der 18-jährige Janis Oberle war bei einer 2:1-Satzführung und einem 5:1-Vorsprung im vierten Durchgang gegen den Mündersbacher Olaf Weigold drauf und dran für eine Vorentscheidung zu sorgen. Ein glücklicher Kantenball und ein noch glücklicherer Netzroller brachten Weigold ins Spiel zurück und Janis Oberle sichtbar ins Grübeln. Das ganze Spiel geht unglücklich flöten – und irgendwie schwindet damit im kompletten TVL-Sextett das Selbstvertrauen.
Dennis Prasse unterliegt in vier Sätzen. Sebastian Denschlag ebenfalls. Und auch Peter Antony ergeht es nicht anders. Dann der zweite Auftritt der Wormser Topspieler Graf und Kaiser. Stephan Kaiser spielt schnell einen 2:0-Satzvorteil heraus. Am Nebentisch kämpft Kumpel Raphael ohne Fortune. Kaiser schaut häufig rüber und büßt dabei die Konzentration aufs eigene Match ein. Fast zeitgleich verlieren die beiden Freunde ihr Spiel. Sieben Einzel in Serie gehen in die Binsen, ehe Dennis Prasse den 5:8-Anschluss schafft. Zu spät. Die Partie ist nicht mehr zu retten.
„Das haben wir vorne vergeigt“, nimmt Raphael Graf die Last der Niederlage auf die eigenen Schultern. Die Enttäuschung sitzt bei allen „Gelben“ tief. Zu tief, um im Match kurz darauf gegen den Tabellendritten TVB Nassau noch einmal alle Register ziehen zu können. Nur Stephan Kaiser, der gegen den Tschechen Michal Vavra ein fantastisches Spiel zeigt, und Sebastian Denschlag lassen die Pleite gegen Mündersbach in den Klamotten. An der 5:9-Niederlage gegen das Team aus dem Rhein-Lahn-Kreis ändert das freilich nichts. Ein paar aufmunternde Worte findet Geburtstagskind Raphael („An diesem grausamen Gruseltag“) aber doch noch ob des bitteren Endes der Saison 2010/2011 für seine Truppe: „In jedem noch so traurigen Ende liegt auch wieder ein Anfang.“ 2011/2012 dann …
TV Leiselheim vs. TTC Mündersbach 5:9
Punkt TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Dennis Prasse / Peter Antony, Raphael Graf, Stephan Kaiser, Dennis Prasse.
TV Leiselheim vs. TVB Nassau 5:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Raphael Graf, Stephan Kaiser (2), Sebastian Denschlag.
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April 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
„Doppel-Blockbuster“ am Trappenberg
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim empfängt Samstag Mündersbach und Nassau zum spannenden Abstiegskampf-Finale

Bild: Will sich Samstag für den Klassenverbleib des TV Leiselheim in der Tischtennis-Oberliga kräftig abstrampeln: der Mörstädter Sebastian Denschlag.
Alles ist denkbar, alles kann passieren, alles ist offen. Wenn am Samstag zunächst um 13 Uhr und später um 18 Uhr das große Halali zum Ende der Tischtennis-Saison 2010/2011 in der Oberliga Rheinhessen / Rheinland geblasen wird, ist für die Jungs vom TV Leiselheim auf dem heimischen Trappenberg vor allem eines angesagt: Hochspannung.
Vorab eine Warnung in eigener Sache: Wer ein schwaches Herz hat, wer dramatische und emotionale Szenen im Sport nicht ausstehen kann, wer schwitzige Handflächen hasst, wer eine tolle Stimmung verabscheut, wer den Anblick hübscher Herzensdamen der sechs Leiselheimer Tischtennisspieler partout vermeiden möchte – ja, der ist Samstag in der Leiselheimer Sporthalle völlig fehl am Platze. Alle anderen freilich können sich auf einen immens nervenaufreibenden Tischtennis-„Doppel-Blockbuster“ gefasst machen.
Nach den zuletzt klasse Auswärtspartien der Leiselheimer Truppe (9:7-Sieg in Trier-Zewen und 9:3-Erfolg in Kroppach) befindet sich das Team um Kapitän Raphael Graf auf Schlagdistanz zum direkten Konkurrenten TTC Mündersbach. Und der kommt Samstag an den Trappenberg. Wichtig für das brisante Duell gegen die Westerwälder laut Raphael Graf: „Es kommt auf jeden Einzelnen in meiner Mannschaft an.“ Außerdem: „Wir müssen in jedem Paarkreuz punkten.“ Das scheint möglich, denn speziell Janis Oberle auf Position drei und Peter Antony auf Position sechs zeigten zuletzt stark ansteigende Form. Vorne ist der TVL mit Teamchef Graf und Rheinhessenmeister Stephan Kaiser ohnehin top besetzt.
Topbesetzung ist auch das Stichwort für den zweiten Gegner am Samstag. Gegen TVB Nassau, den Oberliga-Meister der Vorsaison, welcher auf den Aufstieg verzichtete, gilt das Graf-Sextett als Außenseiter. Gleichwohl zeigte der überraschende 9:7-Auswärtssieg „der Gelben“ in der Vorrunde beim momentanen Tabellenzweiten, dass die Mannschaft aus dem Rhein-Lahn-Kreis durchaus zu knacken ist. „Vielleicht geht da ja wieder etwas“, spekuliert Raphael Graf. Das wäre dann sicher das schönste Geschenk für den Mörstädter, der am Samstag seinen 22. Geburtstag feiert.
Samstag, 9. April 2011 / Sporthalle Trappenberg – Leiselheim, Eintritt frei!
13.00 Uhr: TV Leiselheim vs. TTC Mündersbach
18.00 Uhr: TV Leiselheim vs. TVB Nassau
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März 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Die „Mörstadt-Connection“ schlägt zu
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim schafft 9:3-Auswärtssieg beim Westerwald-Klub FSV Kroppach

Bild: In Sachen Einsatz, Motivation und Technik stets ein Vorbild für seine Mannschaft: Raphael Graf, 21-jähriger Spitzenspieler und Kapitän des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim.

Bild: Die rechte Schulter machte ihm arg zu schaffen. Durch reichliches Kraft-Training will Janis Oberle schnell wieder an die prima Form aus der Vorrunde anknüpfen.
Was für ein Wandel. Wer hätte nach dem desaströsen 8:8-Unentschieden vor einem Monat beim punktlosen Schlusslicht Mainz-Finthen noch einen Pfifferling auf den Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim gegeben? „Ich muss ehrlich sagen“, gesteht selbst Raphael Graf ein, „auch bei mir haben sich nach dieser Partie einige Zweifel gemeldet.“ Die desolate Leistung „der Gelben“ im Mainzer Vorort machte nicht allein dem TVL-Teamchef wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt.
Dieser scheint nach dem Trip der Graf-Truppe in den Westerwald zum Doppel-Spieltag beim TTC Maischeid und FSV Kroppach allerdings wieder in greifbarer Nähe. Zwar gab’s bei der besten Mannschaft der Rückrunde, dem TTC Maischeid, nichts zu erben – am Ende stand ein glattes 1:9 zu Buche, dafür trumpften Graf und Co. jedoch prächtig beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf. Mit 9:3 entführten die Nibelungenstädter souverän beide Zähler aus Kroppach. Und das kam so.
Vorne haben die Wormser Vorortler bekanntlich Raphael Graf und Stephan Kaiser im Kader. „Irgendwie erwartet man von den beiden besten rheinhessischen Tischtennis-Spielern ja immer Topleistungen“, konstatiert Peter Dietrich. „Aber“, so der Tischtennis-Chef des TV Leiselheim weiter, „diese Erwartungshaltung kann auch lähmend wirken.“ In Kroppach freilich zeigten Graf und Kaiser (hauchdünne 2:3-Niederlage gegen Routinier Dieter Buchenau) ihre ganze Klasse. Vier Punkte holten die Leiselheimer Asse für ihre Farben – drei in den Einzeln und dazu einen im Doppel. „Das war fast die halbe Miete“, rechnete Peter Dietrich vor.
Für die ganze Miete sorgten dann das Leiselheimer Dreierdoppel Dennis Prasse und Peter Antony, das starke hintere Paarkreuz mit Sebastian Denschlag und dem erneut toll aufspielenden Peter Antony, sowie speziell ein junger 18-jähriger Bursche aus Mörstadt. „Was Janis Oberle nach seiner gerade erst überwundenen schweren Schulterverletzung spielte, war einfach nur fantastisch“, schüttelte Raphael Graf ob der kaum zu prognostizierenden Glanzleistung seines Jüngsten im Team verwundert und doch überglücklich zugleich den Kopf. Erst bog der Abwehrstratege gegen Chris-Adrian Pfeiffer einen 0:2-Satzrückstand um. Später folgte gegen Frank Reinartz, einen der erfolgreichsten Spieler im mittleren Paarkreuz der Oberliga, das Meisterstück des Mörstädters. 11:9, 11:7, 11:7 lauten die Kenndaten der vermutlich in seiner noch kurzen Tischtenniskarriere bislang stärksten Vorstellung des Rechtshänders.
Das 9:3-Endergebnis stand mit dem verwandelten Matchball von Janis Oberle gegen Reinartz in Stein gemeißelt, was Raphael Graf zur Aussage trieb: „Heute hat die Mörstadt-Connection aber mal so etwas von zugeschlagen.“ Klar, die drei Mörstadter Graf, Oberle und Denschlag waren ein wesentlicher Teil der Leiselheimer Erfolgsstory in Kroppach. Noch wichtiger indes ist die Erkenntnis, dass vor den beiden entscheidenden finalen Saisonspielen gegen Mündersbach und Nassau – beide übrigens am 9. April am Leiselheimer Trappenberg – das komplette TVL-Sextett scheinbar gut in Form ist.
TTC Maischeid vs. TV Leiselheim 9:1
Punkt TVL: Dennis Prasse / Peter Antony
FSV Kroppach vs. TV Leiselheim 3:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Dennis Prasse / Peter Antony, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser, Janis Oberle (2), Sebastian Denschlag und Peter Antony
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März 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Peter mit der Power
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim bleibt auf Tuchfühlung zur Konkurrenz / Wichtiger 9:7-Erfolg im Abstiegskampf bei TTC Grün-Weiß Zewen

Bild: Ließ es in Zewen ganz kräftig krachen: Peter Antony hatte großen Anteil am 9:7-Auswärtssieg des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim im Trierer Stadtteil.
Jetzt hat der junge Mann sie wieder – die Power. Was hing Peter Antony doch zu Beginn des Jahres – einem schwer angeschlagenen Boxer gleich – in den Seilen. Eine böse Erkältung mit Verdacht auf Lungenentzündung hatte den Rheindürkheimer arg gebeutelt. An Training war lange nicht zu denken. Doch jetzt ist Peter „the Power“ Antony wieder da. „Und das ist genau der richtige Moment“, sagt Raphael Graf. Der Teamchef des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim wusste nur zu gut, dass die prima Leistung seines 22-jährigen Mitspielers auch dringend nötig war, um beim TTC Grün-Weiß Zewen zu bestehen.
Ein hauchdünner 9:7-Sieg im Trierer Stadtteil gelang „den Gelben“, der dazu noch ungemein wichtig ist im Hinblick auf das Selbstvertrauen für die restlichen vier Spiele der Saison. „Die Moral im Team ist absolut intakt“, bestätigt denn auch Stephan Kaiser. Zusammen mit Teamchef Raphael Graf hatte der amtierende Rheinhessenmeister 11 von 12 möglichen Zählern in den beiden Auswärtsspielen am Wochenende in Wackernheim und Zewen geholt. Dennoch wirkte Stephan Kaiser irgendwie angekratzt. „Die überflüssige Pleite im Abschlussdoppel in Wackernheim schmerzt doch sehr“, räumte der 20-jährige Hofheimer unumwunden ein. Doppelt bitter: Damit stand zugleich die 7:9-Niederlage im Binger Vorort in Stein gemeißelt.
Ins gleiche Horn bläst Raphael Graf. „11 aus 12 ist ja nicht so schlecht“, rekapituliert der 21-jährige Linkshänder, „aber irgendwie doch nicht perfekt.“ Klar, der mögliche Punktgewinn in Wackernheim hätte den Leiselheimern im Abstiegskampf gut zu Gesicht gestanden. Gleichwohl gilt es nun in den finalen Spielen gegen die direkten Konkurrenten FSV Kroppach und TTC Mündersbach an die in Zewen gezeigten Leistungen anzuknüpfen. „Das sind zwei sogenannte Vier-Punkte-Spiele“, weiß Raphael Graf.
Positive Signale gibt es momentan am Leiselheimer Trappenberg einige, wie Raphael Graf konstatiert. „Da wäre zum einen die steigende Formkurve von Peter Antony zu nennen“, so Graf. Außerdem habe Dennis Prasse (3:2-Sieg über Blockspezialist Stefan Kröhl) in Wackernheim sehr stark aufgespielt. Und zu guter Letzt kann der Teamchef zum Saisonende endlich wieder sein komplettes Team aufbieten. Janis Oberle stieg diese Woche nach abklingender langwieriger Schulterverletzung wieder ins Training ein. „Das Mitwirken von Janis kann dem Team den entscheidenden Kick im Kampf um den Klassenerhalt geben“, hofft Raphael Graf.
TSV Wackernheim vs. TV Leiselheim 9:7
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2), Dennis Prasse und Peter Antony
TTC Grün-Weiß Zewen vs. TV Leiselheim 7:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Janis Oberle / Sebastian Denschlag, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2) und Peter Antony (2)
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März 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Aufbauhilfe für Finthen
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim kommt 2011 nicht in Schwung / 8:8-Remis beim punktlosen Schlusslicht DJK SV RW Finthen

Bild: Da sah noch alles prima aus: Peter Antony und Dennis Prasse bezwangen zu Beginn des Matches in Finthen das gegnerische Einserdoppel in fünf Sätzen.
Raphael Graf ist hilfsbereit. Das ist eine der zahlreichen positiven Charaktereigenschaften, die den 21-jährigen Mann auszeichnen. Darüber hinaus verbreitet der junge Tischtennisspieler des TV Leiselheim allenthalben ob seiner lebensbejahenden Art und Weise stets gute Laune in seinem Umfeld. Doch das, was er Samstagabend erlebte, war selbst für Sonnyboy Raphael ein klein wenig der Hilfsbereitschaft zu viel.
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim hatte gerade nach gut drei Stunden Spielzeit das rheinhessische Lokalderby der Oberliga Rheinhessen / Rheinland beim abgeschlagenen Schlusslicht DJK SV Rot-Weiß Finthen absolviert. Die Doppel-Rheinhessenmeister Raphael Graf und Stephan Kaiser setzten den Matchball zum 11:4 im vierten Durchgang des Abschlussdoppels. Ein zarter Anflug von Jubel? Nicht wirklich! Dieses 8:8-Unentschieden beim punktlosen designierten Absteiger, welches damit amtlich war, fühlte sich an wie eine Niederlage.
Ein dicker Kloß steckte im Hals von Raphael Graf fest. Nach Reden oder Erklärungen war dem Studenten jetzt nicht zu Mute. Und das, obwohl er selbst zuvor – genau wie Rheinhessenmeister Stephan Kaiser – zwei Einzel und zwei Doppel leicht und locker in trockene Tücher gebracht hatte. Auch der Verlauf der Partie deutete lange auf das erwartete Resultat – einen Erfolg der Gäste aus Worms. 2:0 stand es nach den ersten beiden Doppeln, kurz darauf 5:2 und später sogar 7:4 für „die Gelben“. Alles in Butter also? „Irgendwie fehlte der rechte Glaube an den Sieg“, beschreibt Zaungast Peter Dietrich die Szenerie.
Vier Einzel gingen insgesamt über die volle Distanz von fünf Sätzen. Alle vier Spiele schnappten sich die Mainzer Vorortler, die laut TVL-Tischtennis-Abteilungsleiter Peter Dietrich „selbstbewusster an der Platte standen“. Die Furcht vor der drohenden Blamage lähmte zunächst Sebastian Denschlag und Ersatzmann Paul Böhme, der für den an der Schulter verletzten Janis Oberle in die Bresche sprang. Später dann schlich sich die Angst vor der eigenen Courage an Dennis Prasse und abschließend erneut an Paul Böhme ran. Finthen drehte die Partie auf 8:7. Und Raphael Graf brauchte noch einige Zeit, ehe er sein Fazit zum Match in Worte packen konnte: „Wir haben heute Aufbauhilfe für Finthen geleistet.“
DJK SV RW Finthen vs. TV Leiselheim 8:8
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Dennis Prasse / Peter Antony, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2) und Dennis Prasse.
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Februar 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Simmern zu stark
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim unterliegt Titelfavorit VfR Simmern 1:9

Bild: Klasse gekämpft, toll gespielt und schließlich doch verloren: Topspin-Angreifer Antonio Delle Rose hatte gegen den Abwehrstrategen Tobias Henrich vom VfR Simmern nach sehenswerten Ballwechseln in vier Sätzen das Nachsehen.
Es ist die Story des Spiels: Gut gespielt und am Ende doch verloren. Raphael Graf erging es in seinem Einzel gegen Daniel Sporcic so. Stephan Kaiser erlebte in dem von fantastischen Ballwechseln geprägten Duell mit Benjamin Bator exakt das gleiche wie sein Doppelpartner Graf. Und Ersatzmann Antonio Delle Rose machte diesbezüglich keine Ausnahme. „Wir haben wirklich ganz ordentlich gespielt“, zeigte sich deshalb Leiselheims Teamchef Raphael Graf nach der deutlichen 1:9-Klatsche gegen den designierten Meister der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland keineswegs enttäuscht von der Leistung seiner Truppe. Zumal mit Janis Oberle (Schulterverletzung) und Peter Antony (fiebrige Erkältung) auch noch zwei Stammspieler ersetzt werden mussten.
Speziell Ersatzmann Antonio Delle Rose machte seine Sache prima. Der heißblütige Angreifer im Dress „der Gelben“ hatte gegen Simmerns Abwehrspezialisten Tobias Henrich mehr als „nur“ einen Satzgewinn auf dem Schläger. Die Sahnekrönchen zur besten Kaffeezeit am Sonntagmittag wurden den zahlreich erschienenen Zuschauern allerdings eindeutig im vorderen Paarkreuz kredenzt, wo der Rheinhessenmeister Stephan Kaiser und der Mörstädter Linkshänder Raphael Graf gegen den besten Spieler der Liga, Benjamin Bator, und den Dritten der Einzel-Rangliste, Daniel Sporcic, Tischtennis vom Allerfeinsten boten. Viel fehlte nicht und die Leiselheimer Cracks hätten in den umkämpften Fünfsatzmatches die Platte als Sieger verlassen. Am Ende aber erwiesen sich die Hunsrücker als zu stark für den TVL, weshalb letztlich einzig das Pünktchen durch das Leiselheimer Duo Graf / Kaiser im Eröffnungsdoppel auf das Habenkonto der Gastgeber wanderte.
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Februar 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Benjamin Bator kommt
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim empfängt Sonntag Titelfavorit VfR Simmern

Bild: Hat es Sonntag mit ganz „dicken Fischen“ aus Simmern zu tun: Der amtierende Rheinhessenmeister Stephan Kaiser (20) vom TV Leiselheim trifft auf die beiden Tischtennis-Asse Bator und Sporcic.
Der designierte Meister kommt. Einsam zieht der VfR Simmern an der Tabellenspitze der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland in der Saison 2010/2011 mit 28:0 Punkten seine Kreise. Am Sonntag geben die Hunsrücker um 14 Uhr ihre Visitenkarten am Leiselheimer Trappenberg ab. „Die sind eindeutig die Überflieger der Oberliga“, macht sich Raphael Graf keine großen Hoffnungen in Sachen möglicher Aufbesserung des Leiselheimer Punktekontos. „Eine knappe Niederlage wäre schon ein prima Ergebnis“, erklärt der Teamchef des TVL ob der Klasse des Gegners.
„Egal aber, wie es ausgeht“, sagt Raphael Graf, „ich freu’ mich jedenfalls riesig auf das Spiel.“ Der Grund dafür ist schnell erklärt. Simmern hat mit Benjamin Bator und Daniel Sporcic zwei der besten Spieler der Oberliga in seinen Reihen. „Wir sind heiß auf die Spiele gegen solche Toppspieler“, verspricht Raphael Graf den Leiselheimer Fans „totalen Einsatz“. Wenn der stimmt, könnte es in der Tat speziell im vorderen Paarkreuz zu einigen rasanten Tischtennis-Duellen auf nationalem Spitzen-Niveau kommen. Mal schauen …
TV Leiselheim vs. VfR Simmern – Sonntag, 6. Februar, 14 Uhr
Sporthalle Trappenberg – Leiselheim, Eintritt frei!
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Januar 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Die Form fehlt
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim unterliegt TuS Weitefeld-Langenbach und TV Oberstein jeweils glatt mit 3:9

Bild: Kleiner Lichtstreif am dunklen Horizont: Sebastian „Sebi“ Denschlag spielte beim Gastspiel des TVL in Oberstein prima auf. Dem 22-Jährigem gelang nach 0:2-Satzrückstand noch ein 3:2-Einzelsieg.
Sicher, man könnte nackte Zahlen und Statistiken sprechen lassen. Man könnte davon reden, dass die Oberliga-Tischtenniscracks des TV Leiselheim im Jahr 2011 dreimal in die Arena traten, und diese auch dreimal wieder wie begossene Pudel verließen. Dreimal gespielt, dreimal verloren, dreimal drei magere Zähler geholt – mehr nicht. Gewiss, die 3:9-Heimpleite gegen die Westerwälder des TuS Weitefeld-Langenbach aus dem Landkreis Altenkirchen oder das 3:9 bei den Edelsteinstädtern des TV Oberstein aus dem Landkreis Birkenfeld könnte man vom ersten Doppel an bis hin zum jeweils finalen Einzel des an der rechten Schulter schwer angeschlagenen TVL-Youngsters Janis Oberle in alle einzelnen Spielphasen und Sätze zerlegen.
Das könnte man. Das muss man aber nicht, um die derzeitige Situation in der jungen Truppe des TV Leiselheim zu vergegenwärtigen. Eine einzige Szene aus dem Spiel des Leiselheimers Peter Antony gegen Robin Ennenbach vom TuS Weitefeld-Langenbach genügt. Der sympathische Student der Fachhochschule Worms spielte zunächst munter drauf los. Ein Resultat des erfrischenden Spiels von Peter Antony war eine 2:1-Satzführung. In der Satzpause vor dem vierten Durchgang gab’s von der hübschen rothaarigen Alexandra, die quasi als TVL-Maskottchen draußen an der Bande kräftig die Daumen für Peter und dessen Mitspieler drückt, darüber hinaus „ein Bussi“ auf die Wange.
Schnell führte Peter Antony ob derlei prima mentaler Unterstützung von den Zuschauerrängen denn auch 8:3 im vierten Durchgang. Alles in Butter also?! Pusteblume! Auszeit Ennenbach, der damit dem Wormser Zeit zum Nachdenken gibt. Der Gedanke an den greifbar nahen Sieg lähmte den 22-Jährigen („Ich wollte das Ding irgendwie ohne größeres Risiko heim schaukeln“). Drei Matchbälle beim 10:7-Zwischenstand blieben allesamt ungenutzt. „Der Glaube an die eigene Stärke fehlte“, rekapituliert Peter Antony. Die Folge: Das Spiel ging im fünften Durchgang dahin. Es ist offensichtlich, dass „den Gelben“ dieser Tage die „Kalaschnikow“- Mentalität abgeht. Oder anders ausgedrückt: Es hapert eindeutig an Durchschlagskraft.
Alle sechs Mann im Leiselheimer Kader hinken momentan ihrer Form hinterher. Dies gilt selbst für Kapitän Raphael Graf, der sich fünf von sechs möglichen Punkten in den beiden Spielen gegen die Westerwälder und die Edelsteinstädter schnappte. „Ehrlich gesagt“, gesteht Raphael Graf ein, „ich weiß gar nicht genau, wieso ich diese Spiele gewonnen habe. An einer guten Form kann’s definitiv nicht liegen.“ Doch der lebensfrohe Raphael Graf wäre nicht Raphael Graf, wenn er aus den zuletzt doch sehr bescheidenen Vorstellungen seiner Mannschaft nicht auch etwas Positives ziehen würde. „In jeder Minute, die man mit Ärger verbringt, versäumt man sechzig Sekunden Glück“, sagt der Mörstädter lächelnd. „Also denke ich nicht länger über die letzten drei Spiele nach, sondern freue mich schon auf die restlichen Oberliga-Partien der Saison.“ Und da soll es dann auch wieder mit der Form stimmen, die sich Raphael Graf und Co. während zahlreicher Trainingseinheiten in den nächsten Wochen erarbeiten wollen.
Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland
TV Leiselheim vs. TuS Weitefeld-Langenbach 3:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser und Raphael Graf (2)
TV Oberstein vs. TV Leiselheim 9:3
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Raphael Graf und Sebastian Denschlag
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Januar 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Hochwasser am Trappenberg
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim geht gegen TTC Wirges 3:9 baden

Bild: Siegt zwar – wie jeder Sportler – lieber, kann aber auch mit Niederlagen gut umgehen: Raphael Graf, Kapitän des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim.
Nichts geht. Solche Tage gibt es. Alles geht in die Hose. Samstag war so ein Tag für den Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim. TTC Wirges kam an den Leiselheimer Trappenberg. Das erste Spiel in 2011, das Auftaktmatch der Rückrunde in der Saison 2010/2011 – ein wichtiges Spiel. Eine Partie, die der jungen Truppe um den Leiselheimer Kapitän Raphael Graf einiges Selbstvertrauen geben sollte – und obendrein Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Rheinhessen / Rheinland. Doch es kam anders. 3:9 gingen Graf und Co. baden. Nichts geht.
Die Spielanalyse fällt dem sonst eher optimistisch dreinschauenden 21-jährigen TVL-Kapitän sichtlich schwer. „Wir haben allesamt heute wie paralysiert gewirkt“, lautet das erste Statement von Raphael Graf zur 3:9-Pleite. „Keiner zeigte Normalform.“ Ob dies an der bösen Schulterverletzung von Janis Oberle lag, aufgrund der der Leiselheimer Abwehrstratege nur unter argen Schmerzen spielen konnte? „Mag sein, aber dennoch dürfen wir dann nicht so untergehen“, haderte Graf. War es der nervliche Druck, unbedingt gut in die Rückrunde starten zu wollen? „Das wäre schon denkbar“, so Graf, „aber dennoch dürfen wir dann nicht so untergehen.“ Oder an einer – wegen Klausur-Vorbereitungen einiger Gelbhemden über die Feiertage – holprig verlaufenen Trainings-Vorbereitung? „Auch möglich“, erwägt Graf, „aber dennoch dürfen wir dann nicht so untergehen.“
Raphael Graf wirkt irgendwie ungewohnt niedergeschlagen. Auch die drei „Ehrenzähler“ durch das Duo Graf / Kaiser, Graf selbst und seinen Doppelpartner Stephan Kaiser im Einzel vermögen die finstere Miene des Mörstädters nicht aufzuhellen. Bildlich gesprochen stand dem lebenslustigen jungen Mann Samstagabend am Trappenberg das Hochwasser bis zur Unterkante der Oberlippe. Gleichwohl ist „nur“ ein Spiel verloren worden. Schon nächsten Samstag (18 Uhr) besteht für Grafs Truppe die Gelegenheit zur Rehabilitation. Allerdings ist mit den Westerwäldern des TuS Weitefeld-Langenbach dann erneut ein sehr spielstarker Gegner aus dem Rheinland Gast am Leiselheimer Trappenberg. Bis dahin tröstet sich Raphael Graf mit dem Gedanken: „Viel schlechter als gegen Wirges kann es wenigstens nicht für uns laufen.“
TV Leiselheim vs. TTC Wirges 3:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Raphael Graf und Stephan Kaiser.
Vorschau:
TV Leiselheim vs. TuS Weitefeld-Langenbach – Samstag, 22. Januar, 18 Uhr
Sporthalle Trappenberg – Leiselheim, Eintritt frei!
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Januar 2011 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Raphael Graf: „Da ist alles möglich“
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim startet mit spannendem Heimspiel gegen TTC Wirges ins Jahr 2011

Bild: Gerade mal 20 Jahre im Altersschnitt: das junge Tischtennis-Oberligateam des TV Leiselheim mit Janis Oberle, Sebastian Denschlag, Stephan Kaiser, Peter Antony (von links) sowie Raphael Graf (Mitte) und Dennis Prasse (vorne).
Dreimal aus Mörstadt, einmal aus Rheindürkheim, einmal aus Hofheim und einmal aus Mainz: Wirklich weit zum Trappenberg haben es die sechs Jungs bei ihren Heimspielen des TV Leiselheim in der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland nicht. Samstagmittag ab 15 Uhr wartet dort der TTC Wirges zum sportlichen Aufbruch ins Jahr 2011. Und Raphael Graf hat vor dem mit Spannung erwarteten Match gegen die Westerwälder bereits feuchte Hände. „In dem Spiel ist alles möglich“, mutmaßt der 21-jährige Teamchef des TVL.
Wie schon im Hinspiel beim 8:8-Unentschieden rechnet der Mörstädter mit „einer Partie auf des Messers Schneide“. Im Westerwald waren das überragende vordere Paarkreuz der Wormser mit Raphael Graf und Stephan Kaiser sowie die starken TVL-Doppel die Garanten für den Punktgewinn. „Und das darf gerne so bleiben“, sagt Graf verschmitzt dreinschauend. Bauen kann der Teamchef dabei exakt auf den gleichen Kader wie in der Vorrunde. Nur eine minimale Änderung gibt’s bei den Gelbhemden. Im mittleren Paarkreuz wechselt Janis Oberle (neue Nummer drei) mit Dennis Prasse die Position. Vorne (Raphael Graf und Stephan Kaiser) und hinten (Sebastian Denschlag und Peter Antony) bleibt alles beim Alten.
Und der Gegner aus dem Westerwald? TTC Wirges hat mit dem Tschechen Matej Urbanek und dem litauischen Meister Arturas Orlovas zwei echte Kracher im Kader. „Außerdem“, so Raphael Graf, „ist der Gast sehr ausgeglichen besetzt.“ Einen Tipp für das Spiel wagt der Mörstädter übrigens nicht, denn: „Das kommt auf die Tagesform an.“ Die wird laut Graf den Ausschlag in einem Match zweier Teams auf Augenhöhe geben. Den Zuschauern kann derlei Spannung sicher nur Recht sein …
TV Leiselheim vs. TTC Wirges – Samstag, 15. Januar, 15 Uhr
Sporthalle Trappenberg – Leiselheim, Eintritt frei!
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November 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Maischeids Männer machen’s
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim unterliegt TTC Maischeid 3:9

Bild: Leiselheims Linkshänder Dennis Prasse zeigte gegen die beiden bärenstarken Maischeider Andreas Bäcker und Nikolai Jäger eine couragierte Leistung, für die der 19-Jährige jeweils wenigstens mit einem Satzgewinn belohnt wurde.
Der Favorit kam, sah und siegte. „Als ich die Jungs aus dem Landkreis Neuwied zur Schwingtür am Trappenberg hereinkommen sah, wusste ich: Das wird ganz schwer mit dem erhofften Punktgewinn.“ Der TTC Maischeid trat nämlich – erstmals in dieser Saison – mit seiner in der Regionalliga erprobten Formation an die Tische. Nur logisch, dass Leiselheims Teamchef Raphael Graf angesichts der enorm spielstarken Rheinländer schon vor dem ersten Ballwechsel des Duells der beiden letztjährigen Absteiger aus der Regionalliga Südwest das Herz etwas in die Hose rutschte. „Gegen dieses Sextett muss heute alles stimmen, wenn wir etwas holen wollen.“ Es stimmte aber nicht alles, weshalb der Favorit denn auch ungefährdet mit 9:3 die Punkte mit zurück in den Westerwald nahm.
Was stimmte bei „den Gelben“, war das TVL-Duo Raphael Graf und Stephan Kaiser, die dem Polen Pawel Foltanowicz und Nikolai Jäger keine Schnitte ließen. Was nicht stimmte, waren die nächsten fünf Spiele, welche allesamt relativ deutlich an die Gäste gingen. Dass die Rheinhessen ihren Trappenberg den Rheinländern aber keineswegs kampflos überlassen wollten, machte Abwehrstratege Janis Oberle klar. In einen fantastischen Match auf höchstem Niveau zwang der 19-Jährige den deutschen Topspieler Andreas Bäcker in den fünften Durchgang, wo der Routinier dann allerdings seine Erfahrung in die Waagschale warf.
Für die beiden Leckerbissen aus Sicht der Heimmannschaft sorgten im Anschluss an das mitreißende Match von Janis Oberle schließlich Sebastian Denschlag und Stephan Kaiser. Denschlag, mit 22 Jahren ältester Akteur in Reihen der Leiselheimer, bezwang Aufschlagspezialist Ivo Wagner in vier Sätzen, ehe Stephan Kaiser den mit allen Wassern gewaschenen Polen Foltanowicz im Entscheidungs-Durchgang in die Schranken wies. Mehr gab es allerdings nicht mehr auf dem Habenkonto des TVL zu verbuchen. Gleichwohl blieb Raphael Graf dennoch ziemlich gefasst: „Gegen diese prima Mannschaft kann man auch 3:9 verlieren – das ist kein Beinbruch. Für mein Team steht das wichtigste Spiel der Saison ohnehin erst Mitte Januar auf dem Programm.“ TTC Wirges, ein direkter Konkurrent im Klassenkampf, kommt dann an den Leiselheimer Trappenberg. „Bis dahin“, so Graf, „müssen alle Mann in Topform sein.“
TV Leiselheim vs. TTC Maischeid 3:9
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Stephan Kaiser und Sebastian Denschlag.
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November 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Spannung ohne Ende
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim trennt sich im rheinhessischen Lokalderby 8:8 von TSV Wackernheim

Bild: Zeigte beim 3:1-Erfolg über den erfahrenen Oberliga-Spieler Stefan Kröhl (TSV Wackernheim) das beste Spiel seiner bisherigen Tischtennis-Karriere: der 22-jährige Peter Antony vom TV Leiselheim.
Wer Spannung und Dramatik mag, der ist bei den Spielen des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim am heimischen Trappenberg in dieser Saison bestens aufgehoben. Die Partie Samstagabend gegen den rheinhessischen Lokalrivalen TSV Wackernheim war wahrlich nicht gut für manchen Fingernagel der Hände zahlreicher Zuschauer. „Mir schlottern immer noch die Knie“, gab denn auch der 18-jährige TVL’ler Janis Oberle nach seinem nervenaufreibenden 3:2-Erfolg über den ehemaligen Regionalliga-Crack Felix Wolf unumwunden zu. Bis das 12:10 im finalen Durchgang unter Dach und Fach war, musste der Leiselheimer Abwehrstratege manche Vorhand-Granate von Wolf entschärfen.
Entwarnung für das Nervenkostüm von TVL-Teamchef Raphael Graf kam frühestens einige Minuten nach Ende des letzten Ballwechsels einer höchst spannenden und sehenswerten Begegnung. „Wir hatten heute gegen einen sehr kompakten und starken Gegner aus Wackernheim mächtig Dusel“, räumte Graf ein. Der Linkshänder mit dem fantastischen Rückhand-Topspin musste beispielsweise gegen Holger Schwierz im vierten Durchgang zwei Matchbälle abwehren, um dann doch noch zu punkten. Punkten war auch das Stichwort für den überragenden Akteur im gelben Dress. Stephan Kaiser holte maximale vier Zähler – zwei im Doppel mit Raphael Graf. Und da auch der Teamchef sich gegen den Ex-Leiselheimer Christian Ditschler vom Schwierz-Schrecken gut erholt zeigte – er gewann locker 3:0, war der angestrebte Punktgewinn in greifbarer Nähe.
Perfekt machte den Teilerfolg dann zunächst Peter Antony, der nach einer Bravour-Leistung (Peter Antony: „Mein bestes Tischtennisspiel bislang überhaupt“) den favorisierten Stefan Kröhl in vier Sätzen bezwang. Großer Jubel am Trappenberg wenig später: Raphael Graf und Stephan Kaiser hatten gerade mit 11:9 im fünften Satz das Abschlussdoppel zum 8:8-Unentschieden geholt. Schaut man auf das Satzverhältnis von 25:32 für die Gäste, versteht man das Fazit von Raphael Graf recht gut: „Da war verdammt viel Glück dabei.“
Glück, welches ganz bestimmt auch wieder gegen den TTC Maischeid vonnöten ist. Samstagabend, den 27. November, gibt die spielstarke Truppe um den ehemaligen Leiselheimer André Britscho ab 18 Uhr ihre Visitenkarte zum Vorrundenfinale am Trappenberg ab. „Gegen Maischeid sind wir erneut nur Außenseiter“, glaubt Raphael Graf. Aber wer weiß … In der Partie gegen Wackernheim stand diese Rolle „den Gelben“ ja ebenfalls ganz gut zu Gesicht.
TV Leiselheim vs. TSV Wackernheim 8:8
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2), Janis Oberle und Peter Antony.
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November 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Bittere Pille im Westerwald
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim unterliegt 5:9 beim TTC 66 Mündersbach

Bild: Aller Einsatz half nichts: Sebastian Denschlag musste sein erstes Einzel höchst unglücklich mit 10:12 im Entscheidungssatz gegen den bislang ungeschlagenen Jan Limbach aus Mündersbach abgeben. Sein Team des TV Leiselheim verlor 5:9.
10:12, 9:11 und noch einmal 9:11: Dies sind die „verflixten“ Kennzahlen, welche Raphael Graf auf der langen Rückfahrt seines Leiselheimer Sextetts vom Oberliga-Tischtennismatch in der kleinen Westerwald-Gemeinde Mündersbach immer wieder durch den Kopf schießen. „In Mündersbach lief es im Prinzip genauso wie zuletzt im Heimspiel gegen Kroppach“, grollte Raphael Graf. „Alle knappen Fünfsatz-Spiele schnappte sich der Gegner.“ Erst erging es Sebastian Denschlag so, dann folgte der Teamchef selbst, und auch Dennis Prasse wiederfuhr – nach einem 2:0-Satzvorsprung – das gleiche Schicksal. Drei Matches gingen in der dreistündigen Partie in den finalen Durchgang. Dreimal hatte der Gastgeber das letzte Wort.
„Zuviel Zitterhändchen“, findet Raphael Graf eine erste Erklärung. Der stets positiv denkende junge Mann gerät beim Rechtfertigungs-Versuch für die unglückliche 5:9-Niederlage seiner Mannschaft – ganz ungewohnt für ihn – etwas ins Grübeln. „Woran das liegt, dass uns am Ende kollektiv das große Nervenflattern befällt? Ich weiß es wirklich nicht!“ Dabei führte seine Mannschaft schnell 4:1. Alles lief nach Plan, bis „den Gelbhemden“ das Nervenkostüm abhanden kam. „Dabei haben wir eigentlich ganz gut gespielt“, so Graf. Nur eben die letzten Ballwechsel der einzelnen Matches nicht. Da hatten die „abgezockter“ wirkenden Westerwälder eindeutig die Hosen an.
Klar, dass es Raphael Graf ob der bitteren 5:9-Pleite die gute Laune verhagelte. „Wir stecken jetzt voll im Abstiegskampf drin“, räumte der 21-jährige Student ein. Gerade in dieser misslichen Situation kommt auch noch nächsten Samstagabend um 18 Uhr der starke rheinhessische Lokalrivale TSV Wackernheim an den Trappenberg. „Da werden wir uns gewaltig steigern müssen, wenn Zählbares gegen die Binger Vorortler herausspringen soll“, weiß Raphael Graf. Vielleicht helfen ja auch etwas Nervenbalsam und ein klein wenig Glück. Zwei Ingredienzien im Spiel der Jungs vom Trappenberg, an denen es vergangenen Sonntag beim Gastauftritt im Westerwald mangelte.
TTC 66 Mündersbach vs. TV Leiselheim 9:5
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Janis Oberle / Sebastian Denschlag, Raphael Graf und Stephan Kaiser (2).
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November 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Finthen-Feuerwerk folgt Kroppach-Krimi
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim holt drei von vier möglichen Zählern

Bild: Bärenstarker Ballbeschleuniger: Stephan Kaiser hat den härtesten Schlag aller Tischtennisspieler in Rheinhessen.
Jürgen Klinsmann hat’s getan. Lothar Matthäus und Mario Basler taten dasselbe. Was Fußballer sich leisten können, dürfen Tischtennisspieler ebenfalls?! Seit Sonntagabend jedenfalls gehört Stephan Kaiser auch zum elitären Klub der „Werbe-Bandentreter“. Schicklich? Na ja, da kann man geteilter Meinung sein. Verständlich? Manche Situation lässt den Ausraster eines sonst eher zur Fortbewegung des Menschen gedachten Körperteils durchaus nachvollziehbar erscheinen. Sonntagabend gegen 18 Uhr war für den Tischtenniscrack des TV Leiselheim im Spiel gegen den FSV Kroppach ein solcher Moment, in dem die angeschaute Anspannung sich ganz einfach Luft machen musste. Gelb setzte es dafür vom Oberschiedsrichter Uwe Neumann (TTC Worms). Zu recht!
Was aber ließ Stephan Kaiser so platzen, obwohl der sympathische Hofheimer doch bis zu diesem Zeitpunkt alle insgesamt möglichen fünf Zähler in den beiden wichtigen Oberligaspielen gegen den Rheinhessen-Rivalen DJK / RW Finthen und den FSV Kroppach aufs Habenkonto des TV Leiselheim gebracht hatte? „Es war der Ärger über den extrem blöden Verlauf der Partie“, erklärte der 20-Jährige seinen Wutausbruch. Fast vier Stunden Spielzeit in einem vor Spannung nur so prickelnden Match waren gegen die Westerwälder gespielt. 7:8 stand es. Der Lohn für eine tolle Mannschaftsleistung der jungen Leiselheimer Truppe schien Raphael Graf und Stephan Kaiser aus den Händen zu rinnen. 0:1-Sätze lag das kongeniale TVL-Duo hinten, und auch der zweite Durchgang schien an die Gäste zu gehen. „Da musste mein Groll einfach raus“, so Kaiser. Es half. Raphael und Stephan gewannen das finale Doppel 3:1. Wenigstens einen Punkt zum 8:8-Unentschieden gerettet!
Punkt gerettet? „Na ja, eigentlich hätten wir das Spiel auch nach Hause schaukeln können“, befand TVL-Kapitän Raphael Graf später. Erst hatte Peter Antony und anschließend auch noch Sebastian Denschlag denkbar unglücklich gegen den Kroppacher Chris-Adrian Pfeiffer im Entscheidungssatz das Nachsehen. „Und mir erging es gegen Dieter Buchenau nicht anders“, haderte Raphael Graf. Alle drei Fünfsatzspiele der Partie schnappten sich die Gäste. Den Grund dafür hatte Graf gleich ausgemacht: „Die warfen ihre große Erfahrung in entscheidenden Spielsituationen in die Waagschale.“ Immerhin hatte der Kroppach-Krimi noch ein (kleines) Happyend. „Ein Punkt ist besser als keiner“, kam das Lächeln schon bald wieder zurück in die Gesichtszüge von Raphael Graf.
Breites Lächeln war auch das Stichwort für die Partie am Abend zuvor gegen Finthen. Der TVL-Express rollte ungebremst über die Mainzer Vorortler hinweg. Besonders erfreulich aus Leiselheimer Sicht: Alle Einzelspieler überzeugten durch prima Tischtennis am Fließband. „Ein Feuerwerk“, zollte Raphael Graf seinem kompletten Kader ob des 9:1-Kantersieges Respekt. Einzig ein Doppel blieb den Gästen. „Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt“, heftete der 21-jährige TVL-Kapitän den Spielbogen zum Finthen-Spiel denn auch genüsslich in seinem Ordner mit der Aufschrift „TV Leiselheim I“ ab.
TV Leiselheim vs. DJK / RW Finthen 9:1
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Janis Oberle / Sebastian Denschlag, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser, Dennis Prasse, Janis Oberle, Sebastian Denschlag und Peter Antony.
TV Leiselheim vs. FSV Kroppach 8:8
Punkte TVL: Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Raphael Graf, Stephan Kaiser (2), Dennis Prasse, Janis Oberle und Sebastian Denschlag.
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November 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Segel setzen
Flaggschiff des Wormser Tischtennis will in Richtung Klassenerhalt schippern / Oberligist TV Leiselheim empfängt Samstagabend Finthen und Sonntagmittag Kroppach

Bild: Spielte zuletzt gegen TV Oberstein enorm stark – aber ohne Fortune: Leiselheims 18-jähriger Defensivkünstler Janis Oberle.
Wie formulierte es doch Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle vollmundig vor der letzten Bundestagswahl: „Jedes Schiff, das dampft und segelt, braucht Einen, der die Sache regelt.“ Beim Tischtennis-Oberligisten heißt dieser Kapitän, Lotse, Steuermann und Navigator in Personalunion Raphael Graf. Um in der Sprache der Nautik zu bleiben, beschreibt der 21-jährige Mörstädter die momentane Situation seiner Mannschaft wie folgt. „Nach der deftigen 4:9-Pleite gegen TV Oberstein enterten wir zur Frustbewältigung die Spelunken der Stadt. Tags darauf wurde zur Strafe beim Training das Deck am Trappenberg geschrubbt. Samstag lichten wir Anker. Dazu schick’ ich meine Jungs zum Segel setzen hoch in die Takelage. Volldampf voraus!“
Und dann erst DJK RW Finthen und anschließend FSV Kroppach kielholen, oder wie? „Na ja“, sagt Raphael Graf, „so könnte der Plan schon aussehen.“ Allerdings: „Einfach wird das nicht.“ Gut, gegen den punktlosen Tabellenletzten Mainz-Finthen erwartet jeder einen Sieg „der Gelbhemden“. „Ein Selbstläufer wird das freilich nicht“, mahnt der Teamchef seine Truppe „zur Vorsicht und vollen Konzentration“. Volle Konzentration ist insbesondere auch gegen den sonntäglichen Kontrahenten im Sextett der Wormser Vorortler gefragt. „Wenn wir alle gut und vor allem locker aufspielen, können wir die Westerwälder schlagen“, hofft Raphael Graf auf eine Leistungssteigerung gegenüber dem Oberstein-Spiel. Für den Fall eines Erfolges über Kroppach hätte Graf wohl eine Extraportion Rum im Gepäck. Und auch die Enterhaken könnten an Bord bleiben. Druck will der 21-Jährige seinen Mitspielern aber keinen machen: „Alles kann, nichts muss.“
TV Leiselheim vs. DJK RW Finthen – Samstag, 6. November, 18 Uhr
TV Leiselheim vs. FSV Kroppach – Sonntag, 7. November, 14 Uhr
Sporthalle Trappenberg – Leiselheim, Eintritt frei!
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Oktober 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
TV Oberstein nimmt die Punkte mit
Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland: TV Leiselheim unterliegt deutlich 4:9

Bild: Topspieler, Punktegarant, Kapitän, Motivator: Raphael Graf hat beim TV Leiselheim momentan alle (Rück)-Hände voll zu tun. Nicht immer aber – wie beim 4:9 im Oberliga-Match gegen TV Oberstein – wird das mit einem Sieg seiner Mannschaft belohnt.
Ein Doppel, im Einzel drei, das war’s dann – aus und vorbei. Der Spielfilm zum Tischtennisspiel der Oberliga Rheinhessen / Rheinland zwischen TV Leiselheim und TV Oberstein ist schnell erzählt. Eher geriet die Partie zur Kurzgeschichte, denn zum Blockbuster. „Was soll ich zu dem Match nur sagen?“, fiel Raphael Graf ein Statement ob der deutlichen 4:9-Pleite sichtlich schwer. Tiefe Enttäuschung saß dem sonst stets prima gelaunten Kapitän der Leiselheimer in den Knochen. Eine Erklärung für die nach außen ungewohnt gehemmt wirkende Leistung seiner jungen Truppe fand der 21-Jährige aber doch noch: „Wir haben uns heute womöglich alle etwas zu sehr unter Druck gesetzt.“
Zu gerne hätte das Leiselheimer Sextett dem Oberliga-Meister von 2009 um den vor Beginn dieser Saison vom TVL zurück nach Oberstein gewechselten ehemaligen Mitspieler Sven Conrad die Reise in die Nibelungenstadt gründlich verdorben. Doch es kam anders. Alle sechs Leiselheimer agierten wie gelähmt, der Gast aus Oberstein dagegen spielte seine Erfahrung aus – und nahm die Zähler locker mit. Selbst Punktegarant Raphael Graf konnte sich dieser kollektiven mentalen Blockade seiner Truppe kaum entziehen. „Ich brauchte lange, bis ich auf Touren kam“, so der Linkshänder. Dann aber reichte es für ihn doch noch zu drei Punkten – ein Doppel an der Seite von Stephan Kaiser und vorne ein Sieg über Conrad und Lukasz Godlewski. Weil allerdings nur noch Grafs Doppelpartner Kaiser ebenfalls gegen den Polen Godlewski gewann, setzte es eine saftige 4:9-Packung.
Trübsal blies Raphael Graf dennoch nicht lange. „Man muss meinen Jungs diesen Hänger nachsehen.“ Außerdem: „Oberstein ist schon eine ziemlich ausgebuffte Truppe.“ Seine im Altersschnitt gerade einmal 20 Lenze zählende Mannschaft sei dagegen „noch in der Lernphase“. Lehrgeld kassierten die Edelsteinstädter für die Lehrstunde freilich nicht, sondern zwei Punkte. Punkte, die der TVL im Kampf um den Klassenerhalt eben in den kommenden Spielen gegen Finthen und Kroppach am heimischen Trappenberg holen muss.
Punkte TV Leiselheim:
Raphael Graf / Stephan Kaiser, Raphael Graf (2) und Stephan Kaiser.
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Oktober 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Hochspannung ist garantiert
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim erwartet TV Oberstein zum ersten „Vier-Punkte-Spiel“ der Saison

Bild: Mal schauen, was kommt: Dennis Prasse, 19-jähriges Tischtennisass des TV Leiselheim, hat es Sonntag mit dem starken mittleren Paarkreuz des TV Oberstein zu tun.
Halbzeit der Vorrunde in der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland 2010/2011. Fünf Spiele, fünf Punkte, Rang fünf: Wenn so die Abschlusstabelle der Saison aussehen würde, dann wäre Raphael Graf ganz sicher zufrieden. „Mit einem ausgeglichenen Punktekonto könnten wir sehr gut leben“, lässt der Kapitän des TV Leiselheim denn auch verlauten. Das mit 20 Jahren im Altersschnitt jüngste Team der Oberliga hat das schwere Auftaktprogramm bislang glänzend gemeistert. „Doch das ist wahrlich kein Freifahrtschein für die weiteren Partien“, weiß Raphael Graf. Für den 21-jährigen Topspieler des TVL steht fest: „Die entscheidenden Matches im Kampf um den Klassenerhalt kommen erst noch.“
„Vier-Punkte-Spiele“ sagt man wohl zu den drei Heimspielen des TV Leiselheim, die da in den nächsten Wochen anstehen. Anfang November kommt erst Kroppach und dann Finthen an den Trappenberg. Zuvor aber geht es am Sonntagmorgen ab 11 Uhr für die Mannschaft um Raphael Graf gegen den TV Oberstein. Vor zwei Jahren noch souveräner Meister der Oberliga gehört die gegenüber der Meisterschaft sogar noch um den Polen Rafal Laszczynski auf Position drei verstärkte Obersteiner Truppe zu jenen Teams, die diese Saison hart um den Klassenerhalt kämpfen müssen. „Alleine an dieser Tatsache sieht man schon, wie enorm sich die Qualität der Mannschaften in der Oberliga Rheinhessen / Rheinland im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert hat“, verdeutlicht Raphael Graf.
Leiselheim und Oberstein befinden sich in etwa auf Augenhöhe. „Das wird ein ganz spannendes Match“, verspricht der Leiselheimer Kapitän den Fans „Hochspannung bis zum Schluss“. Von 9:5 bis 5:9 sei laut Graf („Es kommt auf die Tagesform an“) jedes Resultat denkbar. Besonders reizvoll für Raphael Graf und seinen Leiselheimer Kollegen Stephan Kaiser: Im vorderen Paarkreuz, wo Oberstein einen weiteren Polen aufbietet, kommt es zu einem äußerst brisanten Duell. Sven Conrad, der letzte Saison noch für den TVL in der Regionalliga Südwest der Zelluloidkugel nachjagte, kehrt an den Trappenberg zurück. „Dem Duell mit Sven fiebern Stephan und ich mit großer Spannung entgegen“, verrät Raphael Graf. Die Tischtennis-Fans des TV Leiselheim ganz bestimmt ebenfalls.
TV Leiselheim vs. TV Oberstein
Sonntag, 24. Oktober, 11 Uhr, Sporthalle Trappenberg – Leiselheim
Eintritt frei!
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Oktober 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Rheinhessen/Rheinland
Mehr als erhofft, weniger als machbar
TV Leiselheim siegt beim Meister Nassau, unterliegt allerdings Aufsteiger Weitefeld-Langenbach

Bild: Ausgezeichnete Leistung beim Auswärtstrip des TV Leiselheim: Sebastian Denschlag und Janis Oberle, das Dreierdoppel des TVL, überzeugte im Westerwald mit zwei Siegen in zwei Spielen.
Es wächst zusammen, was zusammen gehört. „Irgendwie macht das einfach nur Spaß, mit dieser Mannschaft gemeinsam Tischtennis zu spielen.“ Raphael Graf, Teamchef des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim, ist dieser Tage mächtig stolz auf seine Truppe. Nicht etwa, dass die zur Saison 2010/2011 neu formierte junge Mannschaft des TVL gleich allen Gegnern in der bärenstark besetzten Oberliga Rheinhessen / Rheinland das Fell über die Ohren ziehen würde. „Das hat von uns sicher doch auch keiner ernsthaft erwartet“, meint Raphael Graf. Vielmehr ist es die Art und Weise, wie die sechs jungen Leiselheimer ihren Sport betreiben. „Es herrscht eine große Begeisterung und Freude im Kader“, berichtet Raphael Graf.
Begeisterung kann bekanntermaßen Berge versetzen. Eine Einstellung, die Graf und Co. für das Gastspiel der Wormser Vorortler beim amtierenden Oberliga-Meister TVB Nassau verinnerlichten. „Speziell unsere beiden Oberliga-Neulinge Sebastian Denschlag und Peter Antony haben ganz prima gespielt“, verteilte Raphael Graf an sein hinteres Paarkreuz ein Sonderlob. Vier maximale Zähler hinten, drei Doppel und dazu je ein Einzelsieg von Stephan Kaiser und Dennis Prasse – fertig war der unerwartete 9:7-Auswärtscoup in Nassau. Was Raphael Graf besonders erfreulich fand: „Alle haben ihr Scherflein zum Erfolg beigetragen – sogar ich.“ Etwas Selbstkritik („Ich befinde mich momentan weit weg von meiner Bestform“) schwingt freilich in den Worten des 21-Jährigen mit. Aber: „Einerlei, wenn das Mannschaftsergebnis stimmt.“ Und das stimmte in Nassau.
Wieso das Ergebnis tags darauf beim spielstarken Aufsteiger TuS Weitefeld-Langenbach nicht mehr stimmte, auch dafür hatte Raphael Graf die passende Erklärung: „Nach dem Erfolg in Nassau sind wir auf Wolke sieben geschwebt. Von der kamen wir in der kurzen Zeit nicht mehr runter.“ Zwar sorgten die Doppel Raphael Graf / Stephan Kaiser und Janis Oberle / Sebastian Denschlag, sowie Raphael Graf und Stephan Kaiser für einen schnellen 4:1-Vorsprung „der Gelben“, doch die Westerwälder ließen sich dadurch nicht schocken und drehten die Partie durch vier Siege in Serie.
„Hinten raus hatte Weitefeld-Langenbach heute einfach mehr zuzusetzen“, erkannte Raphael Graf Konditions- und vor allem Konzentrationsmängel seiner Truppe ob des kraftraubenden Spiels vom Vorabend. Einzig Raphael Graf, Janis Oberle und Stephan Kaiser, der beste Leiselheimer an diesem Tag, brachten noch zählbares aufs TVL-Konto. Die Gäste aus der Nibelungenstadt blieben jedoch bei sieben Zählern hängen. Zu wenig – 7:9. Dennoch fiel das Fazit von Raphael Graf zum schwierigen Auswärtstrip seiner Mannschaft in den Westerwald (einigermaßen) zufriedenstellend aus: „Wir haben, obwohl wir letztlich sogar noch ein Pünktchen zusätzlich hätten holen können, mehr erreicht als erwartet. Ich kann mit den zwei Zählern sehr gut leben.“
TVB Nassau vs. TV Leiselheim 7:9
Punkte TVL:
Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Janis Oberle / Sebastian Denschlag, Stephan Kaiser, Dennis Prasse, Sebastian Denschlag (2) und Peter Antony (2).
TuS Weitefeld-Langenbach vs. TV Leiselheim 9:7
Punkte TVL:
Raphael Graf / Stephan Kaiser, Janis Oberle / Sebastian Denschlag, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2) und Janis Oberle.
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September 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Südwest
Jeder Zähler zählt
Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland: TV Leiselheim holt 8:8-Unentschieden beim TTC Wirges

Bild: Rheinhessens Tischtennis-Elite trägt gelb: Raphael Graf und Stephan Kaiser sind nicht nur die Nummer eins und zwei des TV Leiselheim, sondern auch im RTTV die beiden Ranglisten-Ersten.
Kaiser-Wetter und Graf-Festspiele über Wirges. Dass die Leiselheimer Tischtennis-Asse Stephan Kaiser und Raphael Graf in Rheinhessen nun wirklich absolut niemanden fürchten müssen, zeigte sich eindrucksvoll Mitte September beim Ranglistenturnier des Rheinhessischen Tischtennis-Verbandes RTTV. Kaiser und Graf überließen dem Rest Rheinhessens nicht ein einziges Erfolgserlebnis. Am Ende siegte Stephan Kaiser, die Leiselheimer Nummer zwei, ungeschlagen. Raphael Graf musste sich nur seinem Doppelpartner beugen. Eine ähnliche Dominanz der Spitzenspieler des TV Leiselheim erlebte der TTC Wirges beim Oberliga-Gastspiel der Nibelungenstädter. Maximale sechs Zähler schnappten sich Graf und Kaiser im Westerwaldkreis, was „den Gelben“ schließlich ein 8:8-Unentschieden bescherte.
Normalerweise sollte Raphael Graf also nach der Partie beim starken Rheinland-Klub sein breitestes Lächeln aufsetzen. Hatte der Teamchef des TVL doch alle vier Matches, die er bestritt, mit 3:0-Sätzen souverän für sich entschieden. Normalerweise! „Mit dem 8:8 können wir nicht zufrieden sein“, grollte Raphael Graf. „Wir mussten das Ding eigentlich gewinnen.“ Klar, denn immerhin lag der Gast aus Worms ruck zuck mit 5:1 vorne. Und das kam nicht zuletzt auch deshalb so, weil Janis Oberle bei der Graf-Kaiser-Gala nicht nur in der zweiten Reihe stehen wollte, und weil zudem Dennis Prasse und Peter Antony, das Zweier-Doppel des TVL, wieder eine Glanzleistung ablieferten.
„Da träumt man dann schon vom Auswärtssieg“, gibt Raphael Graf zu. Der Traum platzte im hinteren Paarkreuz. Sebastian Denschlag und Peter Antony verloren im ersten Einzel-Durchgang ihre Spiele mit viel Pech. „Sebastian und Peter haben sehr unglücklich agiert“, befand Graf. „Ein Punkt hinten wäre die Vorentscheidung gewesen.“ So aber drehten die Rheinländer einen 4:7-Rückstand in eine schmeichelhafte 8:7-Führung. Doch dann kamen wieder Graf und Kaiser an den Tisch. Kurzer Prozess – 8:8. Nachdem bei Raphael Graf der Groll über den vermeidbaren Punktverlust verzogen war, stellte sich beim Mörstädter auch (endlich) ein klein wenig Zufriedenheit ein. „Einen Punkt wollten wir vorher. Den haben wir jetzt. Und das ist gut so, denn im Kampf um den Klassenerhalt zählt jeder Zähler.“
TTC Wirges vs. TV Leiselheim 8:8
Punkte TVL:
Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Dennis Prasse / Peter Antony, Raphael Graf (2), Stephan Kaiser (2) und Janis Oberle.
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September 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Südwest
Kaiser lässt es prasseln
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim feiert prima Heimdebüt / 9:3 über TTC Grün-Weiß Zewen

Bild: Da blieb manchem Zuschauer am Trappenberg der Mund vor Erstaunen offen stehen: Stephan Kaiser krönte seine Tischtennis-Gala mit einem tollen 3:1-Sieg über Zewens Topspieler Frederik Stadler.
Standortbestimmung gelungen! Mit einem in der Höhe sicher überraschenden 9:3-Heimsieg über den TTC Grün-Weiß Zewen hat die blutjunge Truppe des TV Leiselheim in der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland eine erste positive Duftmarke gesetzt. Schnell wehte Samstagabend ein angenehmer Hauch von Erfolg um die altehrwürdige Sporthalle am Trappenberg. Dafür sorgten schon die Doppel und das vordere und mittlere Paarkreuz der „Gelbhemden“.
„Da beißt die Maus keinen Faden ab. Das war eine tolle Vorstellung unseres Zweierdoppels“, hatte Leiselheims Teamchef Raphael Graf ein dickes Lob für Dennis Prasse und Peter Antony parat. Prasse und Antony lieferten gegen das Topduo der Trierer Vorortler mit Tischtennis-Ass Frederik Stadler ein glänzendes Spiel ab, holten einen 0:2-Rückstand auf – und hatten letztlich in einer extrem spannenden Schlussphase mit 13:11 im Entscheidungssatz die Nase vorne. Und es kam noch besser für den TVL. Stichwort: Kaiser-Walzer mit Pauken und Trompeten. Im Spitzenspiel gegen Frederik Stadler, Zewens Besten, packte Kaiser den Hammer aus. Stadlers Vorhand-Topspins wurden vom Hofheimer mit krachenden Rückhänden beantwortet. „Unglaublich“, schüttelten ein ums andere Mal die Zuschauer ob Kaisers spektakulärer Spielweise fassungslos die Köpfe.
Apropos spektakulär: In eben diese Kategorie waren auch die folgenden Siege von Raphael Graf, Dennis Prasse, Janis Oberle und Sebastian Denschlag einzusortieren. „Eine kämpferisch und spielerisch ausgezeichnete Leistung der gesamten Mannschaft“, strahlte Kapitän Graf angesichts eines 7:1-Zwischenstandes mit der Sonne draußen vor der Halle um die Wette. Und während Stephan Kaiser wenig später einen Knaller nach dem anderen über den verdutzt dreinschauenden Routinier Herbert Fusenig niederprasseln ließ, machte Dennis Prasse am Nebentisch gegen Frank Tomschin in vier Sätzen den Sack zum 9:3 für den TV Leiselheim zu, was Raphael Graf zu dem Fazit führte: „Jetzt wissen wir, dass unsere sehr junge Mannschaft in der Oberliga Rheinhessen / Rheinland wohlbehalten angekommen ist.“
Punkte TV Leiselheim:
Raphael Graf / Stephan Kaiser, Dennis Prasse / Peter Antony, Raphael Graf, Stephan Kaiser (2), Dennis Prasse (2), Janis Oberle und Sebastian Denschlag.
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September 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Südwest
Der kleine Unterschied
Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim empfängt TTC Grün-Weiß Zewen

Bild: Gibt Samstagabend am Trappenberg sein Oberliga-Heimdebüt: Sebastian Denschlag, der mit 22 Jahren der „Oldie“ im Kader des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim ist.
Standortbestimmung. Abstiegskampf oder lockeres Leben? Wenn Samstagabend um 18 Uhr der TTC Grün-Weiß Trier-Zewen auf dem höchsten rheinhessischen Tischtennisberg seine Visitenkarte abgibt, dann schlägt für den TV Leiselheim die Stunde der Wahrheit. „Nach dieser Partie wissen wir, wo wir stehen“, redet Leiselheims neuer Teamchef Raphael Graf Klartext. Das Eigengewächs des TVL, welches 2010 bei den Deutschen Meisterschaften der Herren den Durchbruch in die nationale Spitzenklasse des Tischtennissports schaffte, weiß: „Es wird dabei in besonderem Maße auf mich ankommen.“
Raphael Graf soll künftig in die Rolle als „Zugpferd“ des TVL schlüpfen – da kommen die Trierer Vorortler dem Mörstädter gerade zur rechten Zeit. „In Trier habe ich bei der DM im März mit dem Einzug ins Achtelfinale meinen bisher größten Erfolg gefeiert“, hat Graf beste Erinnerungen an jene Stadt, die wie Worms den Titel der ältesten Stadt Deutschlands beansprucht. Um Titel geht’s freilich am Samstag in der Sporthalle am Trappenberg nicht, aber um wichtige Punkte in der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland. Und den kleinen Unterschied könnte dann der 21-jährige Teamchef des TV Leiselheim ausmachen. „Ich werde jedenfalls mein Bestes dafür geben“, sagt Raphael Graf lächelnd.
TV Leiselheim vs. TTC Grün-Weiß Trier-Zewen
Samstag, 11. September, 18 Uhr, Sporthalle Trappenberg – Leiselheim
Eintritt frei!
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September 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Südwest
Verloren und doch gewonnen
Tischtennis Oberliga: TV Leiselheim liefert beim Meisterschaftsfavoriten VfR Simmern prima Leistung ab

Bild: Ordentlich Power im Spiel: Leiselheims „Neuer“ Peter Antony überzeugte bei seiner Premiere in der Oberliga mit tollem Tischtennis.
SIMMERN. Holzhacken ist deswegen so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. Zugegeben: Einer 4:9-Niederlage entnimmt man nicht unbedingt auf den ersten Blick das Prädikat „Erfolg“. Gleichwohl sah man Leiselheims Tischtennis-Ass Raphael Graf im Anschluss an eine Pleite selten so gelöst wie nach dem Tischtennis-Match seines Sextetts im Hunsrück. Immerhin hatte seine blutjunge Truppe beim Meisterschaftsfavoriten der Oberliga Rheinhessen / Rheinland eine laut Raphael Graf „sehr ordentliche Leistung“ abgeliefert. Einziger Mangel, den der 21-jährige Teamchef „der Gelben“ entdeckte: „Die ‚Kalaschnikow‘-Mentalität fehlte. Oder anders gesagt: Es haperte manchmal etwas an Durchschlagskraft.“
Dies galt speziell für die Doppel, das vordere und mittlere Paarkreuz. Wobei Raphael Graf relativierte: „Simmern ist vorne und in der Mitte ausgesprochen stark besetzt.“ So blieb dort auch nur ein Zähler für den TVL, den Raphael Graf einheimste. Dass die Partie bis zum 5:4 ganz eng blieb, lag vor allem an den beiden Oberliga-Greenhorns Sebastian Denschlag und Peter Antony. „Sebastian und Peter haben derart stark aufgespielt, wie ich es niemals für möglich hielt“, blieb der Nummer 69 der aktuellen deutschen Rangliste ob des fabelhaften Auftritts seines hinteren Paarkreuzes beinahe die Spucke weg. „Wir haben schon gleich einmal die Erkenntnis gewonnen, dass Sebastian und Peter in der Oberliga angekommen sind“, so Graf.
Gewinnen wäre auch beinahe das Stichwort für die drei nächsten Spiele gewesen. Raphael Graf, Stephan Kaiser und Dennis Prasse unterlagen aber jeweils hauchdünn in fünf Sätzen. „Wenn ich gegen Benjamin Bator gewonnen hätte, ja dann …“, machte sich Leiselheims Kapitän nachher so seine Gedanken über das furiose Match mit einem der besten deutschen Tischtennisspieler. „Dann wäre vielleicht bei Stephan und Dennis sogar noch mehr gegangen“, spekuliert Graf. Sei’s drum, denn so viel bleibt von der Auswärtsfahrt nach Simmern in jedem Fall hängen: Der TVL hat 4:9 verloren, aber doch viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gewonnen.
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September 2010 • 1. Mannschaft • Oberliga Südwest
Jugend forscht
TV Leiselheim 2010/2011: Jüngstes regionales Tischtennis-Topteam aller Zeiten

Bild: Wollen sich für den sportlichen Erfolg in der Tischtennis-Oberliga Rheinhessen / Rheinland mächtig ins Zeug legen: TV Leiselheim mit Raphael Graf, Sebastian Denschlag, Janis Oberle, Stephan Kaiser, Dennis Prasse und Peter Antony beim Krafttraining im Wormser Fitness-Studio Black & White.
Andere reden drüber. Der TV Leiselheim macht’s. Das Motto der regionalen Tischtennis-Hochburg für die Saison 2010/2011 in der Oberliga Rheinhessen / Rheinland lautet: „Jugend forscht!“ Durchschnittsalter: 20 Jahre. „Methusalem“ im Team: Sebastian Denschlag (22). Sechs Tischtennis-Talente aus einer Generation im Alter zwischen 18 und 22 Jahren. „Mehr Jungbrunnen geht nicht“, sagt Leiselheims Tischtennis-Boss Peter Dietrich. Und: „Wenn man sieht, mit welchem Enthusiasmus die sechs Jungs im Training am Leiselheimer Trappenberg der Zelluloidkugel nachjagen, dann geht einem das Herz auf.“
Für Peter Dietrich steht fest: „Wir haben mit dieser jungen Mannschaft die Zukunft in unserer Hand. Da kann auf Jahre hinaus etwas Großes wachsen.“ Zumal sich die Truppe als Clique bestens versteht. Um die drei Mörstädter Raphael Graf (21), Janis Oberle (18) und Sebastian Denschlag herum hat sich sehr schnell eine eingeschworene Gemeinschaft entwickelt. Dazu stehen mit Raphael Grafs „dickem“ Kumpel Stephan Kaiser (20) aus Hofheim und Dennis Prasse (18) aus Mainz zwei bereits in den höheren Spielklassen „erfahrene“ Tischtenniscracks im Kader. Neu im Sextett ist nur einer – und der galt in Leiselheim schon lange als Wunschkandidat. Peter Antony (21) aus Rheindürkheim kam vom Bezirksligisten TTV Rheindürkheim an den Trappenberg. „Mit Peter verbindet mich schon seit Kindesbeinen eine enge Freundschaft“, betont Leiselheims neuer Teamchef Raphael Graf.
Übrigens: Mindestens zwei bis dreimal pro Woche trifft sich der TVL-Kader zum Krafttraining im Wormser Fitness-Tempel Black & White. „Eine tolle Sache, dass Black & White in Kooperation mit dem Stadtsportverband Worms dieses Angebot jungen Wormser Sporttalenten macht“, wie Raphael Graf findet. Klar, die meiste Zeit der Saisonvorbereitung verbrachten Graf und Co. gleichwohl am Trappenberg. Sein Credo vor der Spielzeit 2010/2011: „Wir werden uns mit unserer jungen Truppe in der Oberliga behaupten.“
Leicht wird das für den Absteiger aus der dritten Liga freilich nicht. Denn die viertklassige Oberliga Rheinhessen / Rheinland ist nach der vor zwei Jahren eingeleiteten Strukturreform der Regionalligen nun mit der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saarland früherer Tage vergleichbar. Raphael Graf: „Die Klubs aus unserer ‚alten‘ Regionalliga tummeln sich nun in der Oberliga, während die hessischen Vereine jetzt die Regionalliga darüber beherrschen.“ Bange machen gilt aber nicht für den 21-jährigen Studenten, denn: „Das packen wir schon.“
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